Oberbilk. Hinterm Bahnhof

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Oberbilk. Hinterm Bahnhof | Das Buch

von Markus Luigs (Fotos) und Alexandra Wehrmann (Text)

Mit Beiträgen über Mithu Sanyal, Stefan Schneider, Manes Meckenstock, Anne Mommertz, Dirk Sauerborn, Wilfried Weiser, Marion Strehlow, Ugur Kepenek aka Busy Beast, Philipp Maiburg, Jürgen König, Helmut Schneider u. v. a.

Getto. No-go-Area. Hinterhof der Stadt. Wenn es um Oberbilk geht, hagelt es traditionell Negativzuschreibungen. Dabei leben die meisten Menschen gerne im Viertel hinter dem Düsseldorfer Hauptbahnhof. Der Bildband „Oberbilk. Hinterm Bahnhof“ porträtiert einige Dutzend von ihnen, beschreibt ihr Leben, ihre Sicht aufs Quartier und so nicht zuletzt auch das Lebensgefühl Oberbilk.

Oberbilk besticht in erster Linie durch Vielfalt und Lebendigkeit. Zwischen Hauptbahnhof und Mitsubishi Electric Halle, zwischen Moskauer Straße und Dreiecksplatz eröffnet sich eine kunterbunte, lärmende, quicklebendige Welt, in der es mancherorts nach frisch gebackenem Brot duftet, mancherorts nach Shisha riecht und anderswo nach Urin stinkt. Wo andere Stadtteile homogen daherkommen, wartet in Oberbilk hinter jeder Ecke eine neue Überraschung, ein anderer Kiez. Und hinter den Fassaden – und manchmal auch davor – trifft man auf Menschen, die viel erlebt haben und ebenso viel zu erzählen wissen. Die tunesische Rentnerin, die ein Faible für den rheinischen Karneval hat. Das wohnungslose Paar, das in der Bahnunterführung Schlagermusik hört. Oder der Polizist, der auf du und du mit der muslimischen Community ist. Sie alle sind Oberbilk.

Seit vielen Jahren verbindet man die Gegend hinter dem Hauptbahnhof in erster Linie mit der maghrebinischen Gemeinde, ihren Gemüseläden, Kulturvereinen, Shishabars, Friseuren und Grillrestaurants. Sie sind es, die dem Quartier den Beinamen „Klein-Marokko“ eingebracht haben. Dabei stammen die Bewohner aus allen erdenklichen Winkeln der Welt. Rund 30.000 Menschen leben im Stadtteil. Mehr als 50 Prozent von ihnen haben eine Migrationsgeschichte. Sie kommen aus 135 unterschiedlichen Ländern, aus Vietnam, Russland, Italien, Südkorea oder Kolumbien. Natürlich entsteht bei einer solchen Melange manchmal Reibung. Meist aber bleibt es friedlich. Einen Diversity-Beauftragten, wie ihn mittlerweile viele Unternehmen benennen, braucht es dafür nicht. In Oberbilk ist die Diversität schon seit Jahren gelebter Alltag.

Die Macher

Markus Luigs arbeitet als Fotograf und Designer. Seit 2007 war er an zahlreichen Ausstellungen beteiligt. Seine Fotos wurden unter anderem im Kunstpalast (DIE GROSSE) gezeigt, beim Reading Fringe Festival in England und im Rahmen einer Gruppenausstellung in Haifa und Düsseldorf. Seit 2015 betreibt er das Foto-Blog Düsseldorfer Perlen. 2017 erschien sein gleichnamiger Bildband, der mittlerweile vergriffen ist. Luigs lebt in Düsseldorf.

Alexandra Wehrmann ist Journalistin und arbeitet für verschiedene Medien. Seit 2015 berichtet sie auf ihrem Düsseldorf-Blog theycallitkleinparis über Menschen, die ihren wie auch immer gearteten Teil zum städtischen Leben beitragen. Darüber hinaus organisiert sie regelmäßig Stadtrundgänge, die meist eher abseitige Orte in den Fokus nehmen. Wehrmann ist in Düsseldorf zu Hause und ebenda seit vielen Jahren in Oberbilk.

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Angaben und Lieferzeit

Seitenzahl: 304 Seiten
Anzahl der Fotos: 300
Format: 200 x 260 mm
Verlag: Eigenverlag
Verkaufspreis: 25 Euro

Das Buch wird Anfang Mai ausgeliefert und ist dann im Düsseldorfer Buchhandel erhältlich, u. a. bei Walther König, Varia Vardar, BiBaBuZe und Buch in Bilk.